Aikido

 

 

seit 1991 bei der Sportgemeinschaft Schwarz-Weiß Oldenburg

Kindergruppe               (7 bis 12 Jahre)                           seit 2002

Jugendgruppe              (ab 13 Jahre)                               seit 2005

                                                                          

 

Geschichte des Aikido

Aikido ist eine Kunst der Verteidigung, die in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts von dem Japaner Morihei Ueshiba entwickelt wurde. Seinen Ursprung findet Aikido in den traditionellen Schwert- und Kampftechniken des Samurai. Neben der Schwertkunst flossen vor allem Elemente aus dem japanischen Jiu-Jitsu und Judo ein. Die Philosophie des Aikido ist bis zum heutigen Tag eng mit der Wertvorstellung des Budoprinzips verbunden. Wichtig ist die persönliche Weiterentwicklung des Aikidoka. Es werden fließende, weiche Bewegungen geübt, die aufrechte Körperhaltung wird geschult und die körperliche und seelische Beweglichkeit wird gefördert.

Aufgrund dieser Einstellung hat sich das Aikido bis in die Gegenwart vom Wettkampf distanziert. Ziel des Aikidoka ist eine möglichst gewaltlose Verteidigung - mit der Intension des gegenseitigen Respekts. Der Begriff Aikido setzt sich frei uebersetzt aus folgenden Wörtern zusammen:

Ai = inneres Gleichgewicht oder Harmonie

Ki = geistige Kraft oder universelle Lebensenergie

Do = der Weg, das Prinzip

Für den Begründer des Aikidos Morihei Ueshiba war Aikido weniger eine Kampfsportart als eher eine Friedenssportart. Die Aspekte Frieden, Harmonie und Liebe waren wesentliche Momente seines Lebens und auch seines Aikidos.

Technik

Die runden Bewegungen sowie die Übernahme der gegnerischen Kraft machen das Aikido zu einer eleganten und wirkungsvollen Verteidigungsart. Es zeichnet sich durch fließende und spiralförmige Bewegungen aus. Aikido kann zu Gewalt nicht missbraucht werden und lehnt die Gewalt grundsätzlich ab. Es ist vielmehr die konsequenteste Form, Gewalt durch Deeskalation zu begegnen bzw. Gewalt friedlich zu beenden.

Neben verschiedenen Wurftechniken verfügt Aikido über sehr effektive Hebel- und Haltetechniken. Die Fallschule des Aikido reicht vom sanften Rollen bis zum harten Fallen. Aikido verfolgt nicht das Ziel, den Gegner zu vernichten, sondern ihn davon zu überzeugen, dass sein Angriff nutzlos ist. Die Kraft des Angriffs wird aufgenommen und wirksam umgelenkt. Vorausschauendes Handeln und Mitgefühl für andere (Empathie) wird so entwickelt. Wegen der weichen und entspannenden Bewegungen kann Aikido bis ins hohe Alter geübt werden.

Training

Aikido ist kein Wettkampfsport, es gibt keinen Verlierer oder Gewinner. Jeder übernimmt einmal die Rolle des Angreifers oder die des Verteidigers. Fallen und rollen, angreifen und abwehren im aufmerksamen Kontakt mit den Partnern oder den Partnerinnen sind wichtige Elemente, die spielerisch geübt werden. Rücksichtnahme und Respekt sind elementare Grundregeln. Geübt werden die verschiedenen Wurf- und Haltetechniken im Wechsel. Hinzu kommen Übungen mir Stock (Jo) und Schwert (Bokken). Die Fallschule beginnt mit kleinen Rollen am Boden und kann je nach körperlicher Voraussetzug weiterentwickelt werden. Aikido wird nie langweilig, weil es auf stetiger Weiterentwicklung basiert.

Wer Aikido lernt, schult und entwickelt seine Lebensenergie (ki) in Harmonie (ai) mit sich, seinen Partnern und der Umwelt. Es ist für fast jeden Menschen geeignet. Hierbei spielt das Alter und die körperliche Konstitution keine Rolle.